3 Tage MacBook testen
Meine Schwester braucht für die Uni ein Notebook da ihr 6 Jahre alter PC so langsam aber sicher ausgedient hat. Da sie von Freunden her Geräte von Apple kennt musste es das MacBook sein. Gekauft haben wir ihr das Modell mit 2,1Ghz, 1GB Arbeitsspeicher und einer 120GB Festplatte. Da sie jedoch erst wieder ab Samstag Zeit hat, komme ich in den Genuss dieses Gerät zu testen und natürlich auch einzurichten.
Der erste Start
Einfacher geht es wohl kaum. Man muss nur sagen wer man ist, wo man sich befindet und in meinem Fall welches Wlan man connecten möchten. Nach wenigen Minuten erscheint dann der optisch sehr ansprechende Schreibtisch. Für meinen Geschmack ist die Geschwindigkeit des Trackpads etwas zu gering gewesen, daher habe ich diese etwas erhöht. Die Einstellungen dafür waren sehr einfach zu finden.
Wo ist was?
Als Windows- oder auch Linuxanwender ist erstmal alles schwer zu finden, denn man erwartet bestimmte Funktionen und Elemente so wie man sie kennt. Da ich einige Dinge schon wusste, fiel mir das Umdenken etwas leichter mich daran zu gewöhnen. Die größte Umstellen ist die zentrale Menüleiste am obere Bildschirmrand, da die sich auf das aktuell verwendete Programm bezieht. Bei Windows besitzt jedes Programm seine eigene Menüleiste die sich fest im Fensterlayout integriert. Hat man sich daran gewöhnt, will man nichts anderes mehr haben … naja, so ging es mir jedenfalls.
Apfeltaste?
Nachdem ich nun gut eine Stunde rumprobiert hatte, wollte ich eine E-Mail per Webmail verschicken. Apple-Nutzer werden jetzt sicher ahnen was passiert ist! Beim eintragen des Empfänger war auf einmal der Browser zu, ohne jegliche Vorwarnung. “Tja, so Absturzsicher wie in der Werbung immer erzählt wird ist das System wohl nicht” dachte ich mir. Also auf ein neues, Browser starten, Webmailclient aufrufen, neue E-Mail erstellen, Empfänger eintragen… zack, wieder weg. Da dämmerte es mir, das Tastaturlayout unterscheidet sich vom gewohnten PC. Das @-Zeichen befindet sich auf der Taste <L>, nicht auf <Q> und ein <ALT GR> gibt es beim Mac auch nicht, an dessen Stellen liegt die <Apfel> Taste. Nun ja, ich habe die Tastenkombination <Apfel>+<Q> gedrückt, so wird das aktuelle Programm geschlossen, wie unter Windows mit <ALT>+<F4>. Richtig ist <Apfel>+<L> was dann auch das gewünschte @ zum Vorschein brachte.
Programme installieren
Nachdem die meisten Programme oberflächlich erkundet habe, wollte ich gleicht ein paar weitere installieren die meine Schwester benötgt. Als erstes NeoOffice, das OpenOffice für den Mac. Das war noch recht leicht, denn dazu musste ich nur die .dmg-Datei runterladen, mit einem Doppelklick darauf ausführen und der Installationsprozess ist gestartet. Bei Skype hatte ich schon größere Schwierigkeiten, da der Doppelklick nur ein Fenster mit zwei Icons und nem Pfeil dazwischen.
Es hat einen Moment gedauert bis ich verstanden habe was ich tun soll. Per Drag’n'Drop das Skype-Icon in den Application-Ordner ziehen. Wunderbar, schon ist Skype installiert. Hier kommt man mit seinem Windows- und Linuxwissen nicht direkt weiter, für einen Computer-Neuling ist das aber vielleicht total Logisch.
Ich sehe mich!
Die eingebaute Kamera, die iSight, kann an sehr vielen Stellen verwendet werden. Zum Beispiel im Adressbuch um z.B. gleich ein Foto an eine Visitenkarte zu packen. Oder auch iChat oder Skype verwenden diese für Videokonferenzen. Besonders lustig sind jedoch die optional dazuschaltbaren Effekte.
Ich sehe mich?
Wie fast alle neuen Notebooks die es heute zu kaufen gibt, hat auch das MacBook ein verspiegeltes Display. In einem nicht all zu hellen Raum ist das wirklich nett anzusehen. Ich hatte jedoch ein paar relativ dunkle Fotos offen gehabt und konnte dabei das Gerät fast als Spiegel benutzen. Ok, die Sonne stand sehr tief und war recht hell, aber bei meinem Samsung Notebook habe ich das Problem nicht. Da es nicht mein MacBook ist ignoriere ich das mal, sollte ich beim Kauf eine Wahl haben, so werde ich definitiv ein mattes Display bevorzugen.
Erstklassige Bedienung
Ich bin echt begeistert von dem System, es fühlt sich einfach schön an damit zu arbeiten. Na klar, es ist nicht 100%ig Perfekt, aber es übertrifft nach den zwei Tagen Nutzung um Längen Vista und XP von Microsoft, sowie Gnome oder auch KDE unter Linux. Sollte ich das Geld irgendwann über haben, so werde ich mir das MacBook Pro als Desktop-Ersatz holen, auch wenn die Hardware in meinen Augen absolut überteuert ist. Das komplette System als solches scheint jedoch so angenehm zu laufen, das ich die Mehrkosten gerne für das entspanntere Arbeiten zahle.
Jetzt habe ich nur noch einen Tag zum testen und den werde ich auch ausnutzen. Vor allem das Programm GarageBand hat es mir angetan … im Gegensatz zu meiner Lebensgefährtin … ich glaub die kann das gepiepse nicht mehr hören
Kommentare
Schreibe einen Kommentar

